5. September 2019 – 15. März 2020

Felix Maria Diogg (1762–1834). Ein Porträtmaler in Zeiten des Umbruchs

Öffentliche Vernissage: Mittwoch 4. September 2019, 19 Uhr

Felix Maria Diogg war der bedeutendste in der Schweiz tätige Porträtist des Klassizismus. In rund fünfzig Jahren schuf er ein beachtliches Werk von mehreren Hundert Bildnissen. Seine Bildsprache lebt von der individuellen Ausstrahlung seiner Modelle und verzichtet weitgehend auf die Darstellung von Status und Rang. Diogg porträtierte die bürgerliche Elite eines Landes, das sich im Umbruch befand. Johann Caspar Lavater, Johann Heinrich Pestalozzi und Johannes von Müller sassen ihm Modell.

Der aus einfachsten Verhältnissen stammende Diogg wuchs in den Bündner Bergen auf und fand über Studien in Besançon und in Italien den Weg zur Malerei. 1791 liess er sich in Rapperswil nieder und heiratete eine Tochter aus reichem Haus. Schnell stieg Diogg zu einem gefragten Porträtisten auf, der meist auswärts arbeitete und zu seinen Modellen in der ganzen Schweiz und im Elsass reiste.

Die Ausstellung thematisiert eingehend die Biografie dieses bemerkenswerten Künstlers und beleuchtet anhand der Porträts aus der Sammlung des Stadtmuseums und einiger Leihgaben dessen Werk. Im Chronos Verlag Zürich erscheint gleichzeitig eine Begleitpublikation von Mark Wüst und Rudolf Velhagen, welche die Thematik vertieft und sämtliche an der Ausstellung gezeigten Gemälde abbildet.

Aussstellungsflyer (PDF)